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Freitag, 12. Dezember 2008

Salz- und Steinwuesten

Suedwest-Bolivien.
Drei Tage mit dem Jeep, unterwegs durch die steinernen und salzigen Wuesten des Hochplateaus - auf ca. 3500 - 5000 m ueber dem Meeresspiegel - eigentlich ein lebensfeindlicher Raum. Um die Stadt Uyuni herum liegt Muell soweit das Auge reicht - leider eine der ueblichen lateinamerikanischen Muell-Entsorgungsmethoden: vom Winde verweht. Der beruehmte Lokomotiv-Friedhof (Cementerio de Trenes) ist nicht weit.
Wir ueberqueren die scheinbar endlose Salar de Uyuni - die groesste Salzwueste der Welt (ueber 12.000 km2). D i e touristische Attraktion der Region - Reste eines praehistorischen Sees. Spiegelungen, optische Taeuschungen. Auf der Isla de los Pescadores stehen riesige Kakteen auf alten Korallenbaenken. Am Rand der Salar wird das Salz einfach zusammengekratzt, erhitzt und fuer den Verkauf abgepackt. Die Laguna ("See") Colorades aendert seine rote Farbe im Laufe des Nachmittags in Blau (wir sehen es leider nicht)... Wir uebernachten in Haeusern aus Salz-Ziegel-Steinen.
Die Fahrt geht weiter: Flamingo-Kolonien in etlichen - sehr flachen - Seen, die oft aussehen, als haette es geschneit. Vor uns ein aktiver Vulkan, der Rauch speit. Seen mit Arsen und anderen Mineralien. Geysire spucken ihren Nebel der aufgehenden Sonne entgegen. Bei morgendlichen 4 Grad Celsius baden wir in einem heissen Becken am See.
In der "leeren", sandigen Wueste tauchen ploetzlich gigantische Steinsbrocken auf, als haette sie jemand hier vergessen. Immer wieder andersfarbige Canons... Alex, unser Fahrer, muss zweimal einen Reifen wechseln.
An der nahen chilenischen Grenze nimmt Sarit - nach fast 4 Wochen gemeinsamen Reisens - schweren Herzens Abschied. Denn mein Weg soll schliesslich nach Buenes Aires fuehren...

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