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Montag, 10. November 2008

Inca-Trails

Die Strasse hat uns wieder!
Versuche, sich an Hoehe und unabwendbaren, allgegenwaertigen Tourismus zu gewoehnen.
Isla del Sol- die grosse Insel im Titicacasee
Umgeben von schneebedeckten Cordilleren. Hier soll die Geburtsstaette der Incas sein. Karg bewachsene, dennoch gruene Bergruecken im saphir-blauen See. Eukalyptus-Haine, wie ueberall in diesen Hoehen. Die Terassen der Bauern sind abgeerntet. Kakteen. Sich staendig wechselndes Gestein, voller Farbenfreude. Ruinen, Felsen. Vom Riff aus nehmen wir ein Bad, auch wenn die Temperaturen nicht zum Schwimmen einladen. Die Dorfjungs lassen ihre Drachen steigen. Huehner auf dem Weg. Die Esel im Hof sehen traurig aus. Die Ausblicke, das Licht an sich, sind einmalig und unbeschreiblich. Die Schafe stecken schattensuchend ihre Koepfe unter einen steinernen Altar. Die Sonne brennt unerbittlich - Kaelte, wenn sie geht.

Peru.
Cusco, 3500m - Stadt der Inca.
Allerdings hat kolonialer spanischer Charme die Incas in die Museen gebracht.
Der beruehmte Inca-Trail zur heiligen Stadt Machu Picchu ist ueber Monate ausgebucht. Mit 8 anderen Backpackern wollen wir eine alternative Tour durch die Berge am Heiligen Tal wagen. Abraham, unser junger smarter Guide und 10 Leute: Gruesse aus New York-City, Tel-Aviv, Sydney, Madrid, La Paz und Berlin!
Erste Etappe: Ein bischen Adrenalin gefaellig?
Ein Klein-Bus bringt uns in die Wolken: auf den Abra Malaga, 4350 m hoch. Von hier aus mit Hilfe der Schwerkraft - auf dem Mountainbike - hinunter nach Santa Maria, 1250 m gelegen. Nebel. Die Haende - in unpassenden Handschuhen - fuerchten das Erfrieren. Klimazonen ziehen an uns vorbei. Urwald-gruene Taeler unter uns...
Mary-Welch holt sich leider Blessuren, aber nichts Ernstes. Und ich komme mit dem Schrecken davon: mein Hinterrad blockiert nach ueber 60 Minuten Fahrt ploetzlich, kurz nachdem die Strasse holpriger wurde: Speichenbruch und Bremse kaputt. Auf einem anderen Bike geht es dann deutlich ruhiger - weil ernuechtert - weiter.Unsere erste naechliche Herberge steht direkt an der einzigen Tankstelle im Ort...
Ab Morgen fuer 3 Tage zu Fuss: wie auf einer Spirale naehern wir uns unserem Ziel. Der Dschungel klettert die steilen Berge - die an grosse Zaehne erinnern - hinauf, wir folgen. Da sich auf jedem Hoehenmeter ein einzigartiges Biotop findet, bekommen wir eine ungeahnte Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu sehen. Und ich bin immer wieder der letzte im Treck, weil es wieder etwas Besonderes gab und die Kamera nicht zur Ruhe kommt...Unsere Gruppe hat sich laengst gefunden und damit alle unsere Erwartungen uebertroffen: wir haben ein paar neue Freunde... Eigentlich moechte man gar nicht ans Ziel kommen, der Weg ist einfach zu schoen.
Die letzte Nacht ist so kurz wie unser Entschluss fest: 4 Uhr aufstehen: um die Sonne ueber Machu Picchu aufgehen zu sehen (im Foto unten rechts kommt sie durchs Sonnen-Tor der Inca) und dann gleich weiter hinauf zu steigen auf den nahen Wayna-Picchu, um die Aussicht hinab auf die alten Ruinen zu geniessen...
Der allgegenwaertige Tourismus hatte uns fast abgeschreckt hierher zu kommen, aber jetzt spaetestens...
... wissen wir: die Incas haben etwas von Plaetzen verstanden
... werden wir fuer unsere Muehen unglaublich reichlich belohnt









Wollen heute mit einem Nachtbus nach A r i q u i pa, von dort in die tiefsten Canons der Welt..

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

schoen...
seid ihr beide gesund?