Die grossen Fluesse hinter uns Richtung Sueden.
Ein Flugzeug verkuerzt die mehrtaegige Fluss-Reise. Unter uns schlaengelt sich das Ocker des Rio Madeira durch den Regenwald... spaetestens ab Porto Velho hat sich die Zivilisation ins Gruen gefressen...
Ein komfortabler Bus geht zur Grenze nach Bolivien. Martin freut sich: Endlich spanisch sprechen!
Nach dem stets entspannten Brasilien - wo uns der "Daumen nach oben" immer begleitete - wirken die Leute zugeknoepft, alles andere als offen...
38 Stunden rotbraune Schotter-Piste:
brandgerodeter Urwald (fuer die Viehzucht) zu beiden Seiten, ein einziger Brasilianer, der den ganzen Bus bei Laune haelt, ein (anfangs noch kraehender) Hahn im Holzkaefig, Staubwolken, no aircondition, ein Lenkgestaenge-Schaden, der rasch - improvisiert - behoben wird, ein doppelter Regenbogen und gegenueber ein fulminanter Sonnenuntergang... Schmaler Grat in den Bergen, man moechte lieber nicht aus dem Fenster schauen. Indigenas in ihren typischen Trachten, erste Koka-Plantagen an noch so steilen Haengen...
La Paz, > 3600 m
Wir werden alles langsam angehen lassen in den naechsten Tagen, um uns zu aklimatisieren.
Ein Meer von Haeusern, bis an und auf die umgebenden, bizarren Felsen gebaut, am Horizont der Schnee der nahen 6000er.
Backpacker-Hostels.
Spanisch lernen.
Ein Freund (Danke David!) hat uns eine Familie empfohlen. Ein Haus mitten in der Stadt. Die Seniora hat frueher selbst unterichtet - deutsch, englisch, aber das sei lange her und ausserdem soll hier spanisch, d.h. Castellano gesprochen werden! Mit uns wohnen ein kubanischer Augenarzt, ein franzoesisch-sprachiger Canadier, natuerlich die Familie, das sind Ehemann und ein erwachsener Sohn. Wir haben eigene Zimmer, Kabel-TV und Internet! Es sieht aus wie eine grosse WG, waere da nicht Betty, die indianische Haushaelterin.
Beim gemeinsamen Mittagstisch erste Konversationsversuche. Die Seniora weiss wirklich wie man das macht.
Am Nachmittag geht es mit Aryham, unserem kubanischen Kollegen, die Felsen hinauf fuer einen Ausblick ueber die Stadt. Aryham will gern sein Englisch verbessern, so sind wir unsere perfekten gegenseitigen Lehrer...
3 Kommentare:
He he he...Finally the civilization?
So, some civilized kisses,
Asia
Hi Mirko und Martin !
Ich hoffe es geht Euch gut. In meinen Nachtdiensten in Urban Krankenhaus habe ich Eure Abenteur
verfolgen können. Schon ein komisches Gefühl selbst entführt zu sein durch Eure Erzählungen und Bilder. Regen draußen, die langsame fortschreitende Dunkelheit der Nacht. Im Arztdienstzimmer einige stille Momente zu lesen was Ihr so treibt. Nach legen einer Braunüle oder schreiben eines EKGs kam ich aus dem Fahrstuhl heraus mit einem Lächeln und brachte die Blätter aus meiner Kitteltasche hervor in denen Eure Reisepunkte genauesten beschrieben worden. War echt cool alles zu verfolgen. Ich muß nun auch die Koffer packen und bin gespannt, was alles los ist wenn ich zurück bin und mal im Internet Eure Abenteur aufs neueste lesen darf. Viel Spaß Euch beiden. PS der Kaktus mit der Blume ist einmalig ! Liebe Grüsse: Tanya
Hallo Mirko und Martin!
schreibt weiter. werde alles lesen und ungeduldig auf die Neuigkeiten warten!
iryna.
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